FAQ

Hier finden Sie auf die wichtigsten Fragen rund ums Thema Wärmedämmverbundsystem klare und verständliche Antworten.
Sollte Ihre Frage dabei nicht beantwortet werden, können Sie uns gerne telefonisch unter 089/769 772 27 oder per E-Mail infosome text here(at)fassadenschutz.de erreichen.

 

 

Rechnet sich eine Wärmedämmung überhaupt?

Grundsätzlich immer ja. Allerdings ist die Amortisationsdauer für jedes Projekt unterschiedlich und von verschiedenen Faktoren abhängig. Die Höhe der Energieeinsparung ist umso größer, je schlechter die energetische Ausgangssituation eines Gebäudes ist. Wird die energetische Verbesserung in ohnehin fällige Modernisierungsmaßnahmen eingebunden, reduzieren sich zudem die anteiligen Kosten hierfür. Maßgeblich werden die Investitionskosten natürlich auch vom Zustand der zu dämmenden Bauteile ab. Voraussetzung für eine solche Maßnahme ist also immer auch eine sorgfältige Planung. Zudem spielt die allgemeine Energiepreisentwicklung eine gewichtige Rolle. Je stärker die Steigerung in diesem Bereich ist, desto höher die Kostenersparnis. Außerdem erfährt ein energetisch modernisiertes Gebäude sofort eine entsprechende Wertsteigerung gegenüber einem ungedämmten Pendant.

Werden errechnete Einsparungen durch eine Wärmedämmung überhaupt erreicht?

Das ist sowohl in Theorie, als auch in Praxis längst bewiesen. Wärmedämmung an Gebäuden funktioniert genauso, wie die wärmende Kleidung, die uns im Winter nicht frieren lässt. Um die gewünschten und prognostizierten Werte zu erreichen, sind jedoch eine sorgfältige Planung und eine fachgerechte Ausführung unerlässlich. Qualifizierte Energieberater oder Energieeffizienz-Experten können anhand der vorhandenen Ausgangsfaktoren (Heizungsanlage, Warmwasserbereitung, Beschaffenheit des Gebäudes) die Energieverluste und Gewinne in einer Heizperiode darstellen. Aus den hieraus abgeleiteten Energiebedarfswerten und den tatsächlichen Verbrauchswerten lässt sich die Auswirkung einer Dämmung berechnen. Werden Ausführungsfehler oder Fehler in der Planung begangen, werden die gesteckten Ziele allerdings nicht erreicht.

Werden solare Wärmegewinne durch eine Dämmung verhindert?

Es ist richtig, dass eine Wärmedämmung im Gegensatz zu einer ungedämmten Außenwand die Aufnahme von Sonnenwärme und den damit einhergehenden Energiegewinn deutlich reduziert oder verhindert. Dieser ist in der Heizperiode durch die tiefstehende Sonne und das dementsprechend geringe Strahlungspotenzial allerdings relativ niedrig. Die durch die Dämmung eingesparte Energiemenge übertrifft dies um ein Vielfaches.

Verhindert eine Dämmung denn nicht die Wärmespeicherung in den Wänden?

Das ist so, allerdings leistet die Wärmespeicherung der Außenwände keinerlei Beitrag zur Energieeinsparung sondern verzögert die Erwärmung oder Abkühlung der Raumluft nur um einige Zeit. Es ist also so wie bei der Wärmflasche im Bett. Diese entfaltet ihre Wirkung auch nur, wenn sie die Bettdecke als Dämmung hat. Im Winter vermindert die Dämmung das Abkühlen der Außenwände und hat somit eine positive Auswirkung auf den Temperaturverlauf.

Wird durch eine Wärmedämmung Schimmel verursacht?

Im Gegenteil. Grundsätzlich wird der Schimmelbildung durch eine fachgerecht ausgeführte Wärmedämmung sogar vorgebeugt. Der durch Menschen tagtäglich durch z.B. Schwitzen, Atmen oder Kochen produzierte Wasserdampf schlägt sich, gerade in der kalten Jahreszeit, an den abgekühlten Stellen im Raum nieder. Dies können z.B. Fenstersimse oder eben auch ungedämmte Außenwände und hier insbesondere die Ecken sein. Eine gedämmte Außenwand sorgt für eine höhere Oberflächentemperatur der Innenwand, so dass sich hier keine Feuchtigkeit als Nährboden für Schimmelpilze niederschlägt. Das Risiko eines Schimmelbefalls besteht jedoch genau dann, wenn in der Verarbeitung des WDVS Fehler gemacht wurden und eine Wärmebrücke erzeugt wurde.

Ist Wärmedämmung die Ursache für Algenbewuchs auf der Fassade?

Das ist nicht richtig. Zwar begünstigen die geringeren Oberflächentemperaturen die Taubildung auf gedämmten Fassaden und Algen lieben wie Schimmelpilze die Feuchtigkeit. Doch Algenbewuchs kann ebenso an einfach geputzten oder Steinfassaden auftreten. Ursache hierfür kann neben Tauwasserbildung jede andere Feuchtigkeitsquelle wie in der Nähe befindliche Teiche oder Bäche, Schlagregen oder konstruktive Schwächen des Gebäudes sein, die z.B. den Kontakt mit ablaufendem Wasser zur Folge haben. Algen sind ein allgemein optisches Problem dem spezielle Putzsysteme der Hersteller entgegenwirken können.

Werden Schäden durch Spechtlöcher durch die Fassadendämmung begünstigt?

„Spechtschäden“ können auch an anderen Fassaden auftreten wenn sie hohl klingen, z.B. an Holzfassaden, da Höhlenbrüter wie der Specht, die Möglichkeit einer Benistung prüfen könnten. Dem kann durch das Auftragen einer ausreichend dicken Putzschicht, die die Wand nicht mehr hohl klingen lässt, entgegengewirkt werden. Eine zusätzliche Armierungsschicht sorgt für eine höhere Stoßfestigkeit.

Können gedämmte Wände nicht mehr atmen?

Das ist richtig. Ungedämmte Wände können dies im Sinne eines behaglichen Raumklimas und Luftaustauschs allerdings auch nicht. Die gepriesene Diffusionsoffenheit ungedämmter Wände für geringe Mengen an Wasserdampf spielt für unser Raumklima überhaupt keine Rolle. Ein behagliches und gesundes Raumklima wird durch eine gut gedämmte Gebäudehülle und ausreichend Frischluftzufuhr durch die Fenster oder eine geregelte Wohnraum Be- und Entlüftung bestimmt.

Sind gedämmte Häuser zu dicht?

Wie vorher schon beschrieben, ist die erreichte Luftdichtheit sogar gewollt und eine Grundvoraussetzung für ein energieeffizientes Haus. Jede „Lücke“ in der Abdichtung ist ein Schlupfloch für die kostbare Energie und sorgt für spürbaren Zug. Automatische Belüftungsanlagen oder ausreichendes Lüften sorgen für die Frischluftzufuhr.

Gibt es durch eine Fassadendämmung ein erhöhtes Brandrisiko?

Das ist nicht der Fall. Alle in Deutschland erhältlichen Wärmedämmverbundsysteme sind bauaufsichtlich zugelassen und entsprechen den Vorschriften des baulichen Brandschutzes gemäß den Landesbauordnungen. Bei fachgerechter Verarbeitung sind diese hinreichend sicher, da eine verputzte Außenwand nur sehr schwer in Brand zu setzen ist. Die Brandneigung hängt zudem sehr stark vom verwendeten Material der Dämmplatte ab. Bauherren können nach ihren individuellen Vorstellungen aus einem breiten Spektrum an Dämmstoffen mit entsprechend spezifischen Eigenschaften wählen.